Geschichte

Zusammenarbeit der Kulturen

Entgegen der landläufigen Meinung ist die Pizza keine italienische Erfindung. Wir haben diese Köstlichkeit zwei anderen Kulturen zu verdanken. Die Etrusker im Norden und die Griechen im Süden haben ihren Beitrag zur Entwicklung der Pizza geleistet. Ursprünglich war die Pizza nicht mehr als ein Teigfladen, der auf einem Stein in der Nähe des Feuers gebacken wurde. Später wurde der gebackene Fladen mit verschiedenen Lebensmitteln belegt und diente so als eßbarer Teller. Manchmal wurde der Teigfladen auch nur ein wenig gewürzt und ähnelte in seiner Urform der heutigen italienischen Focaccia.

Die Griechen haben die Funktion des eßbaren Tellers dann etwas weiter entwickelt als die Etrusker. Sie begannen den Teigfladen nicht erst nach dem Backen zu belegen, sondern schon vorher. So war die Urform der heutigen Pizza entstanden. So wurde die Essensbeilage mehr und mehr zu einem Hauptgericht. Nachdem die Griechen ein paar hundert Jahre später den südlichen Teil Italiens kolonialisierten, übernahmen die Römer das beste der beiden Varianten und die moderne Pizza entstand. Der Siegeszug der Pizza in Europa ging einher mit den römischen Eroberungen. Hunderte von Variationen entstanden, je nach Region und verfügbaren Lebensmitteln.

Die Tomate

Die Tomate fand erst viel später ihren Weg auf die Pizza. Erst 1522 wurden die ersten Tomaten von Seefahrern aus Südamerika auf den europäischen Kontinent gebracht. Der Samen kam aus Bolivien, Peru und Ecuador nach Spanien. Die ersten Sorten waren gelb, galten als giftig und wurden nur zur Gartengestaltung verwendet. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Tomate in Europa als Lebensmittel akzeptiert.

Im 17. Jahrhundert kam die Pizza zu lokaler Berühmtheit in Neapel. Besucher der Stadt ließen sich in die ärmeren Viertel der Stadt führen, wo kleine Backstuben ein gar köstliches Gericht zubereiteten; die Pizza. Die Männer in den Backstuben nannte man Pizzaioli.

Lieferservice

Die erste Pizzalieferung fand im Jahre 1889 statt. Raffaele Esposito, Besitzer des berühmten Lokales Pietro il Pizzaiolo (Neapel) lieferte sie direkt an den König Umberto und seine Gemahlin Königin Margherita von Savoyen. Am besten schmeckte der Königin die einfache Pizza mit Tomaten, Mozzarella und frischem Basilikum. Patriotisch in den italienischen Nationalfarben rot, weiß und grün gehalten, avancierte die Pizzavariante Margherita zu einer der am häufigsten bestellten Pizzen der Welt.

Kurioses

Die größte Pizza der Welt fand in der Ausgabe 1995 des Guiness Buch der Rekorde Erwähnung. Sie hatte einen Durchmesser von 37,4 Metern und wurde am 8.Dezember 1990 in Norwood, Südafrika gebacken.

Die erste Pizzeria wurde 1830 in Neapel eröffnet. Die Öfen der Pizzeria Port’Alba backen noch heute.

Die Ursprünge der Pizza liegen etwa im Jahre 1000 vor Christus.

Der Duden sagt:

Piz|za, die; – , Plur. -s, auch Pizzen
(gebackener Hefeteig m. Tomaten, Käse, Sardellen o.ä.)

Der Brockhaus sagt:

Pizza, ital. Gericht aus Hefeteigboden, mit Tomaten, Käse, Salami, Sardellen u.a. belegt, im Ofen gebacken.

Quelle: www.pizzeria.de/